Pressemitteilungen Ploen

Dank der Natur- und Umweltberatungsstellen


Die Natur- und Umweltberatungsstellen des Kreises Plön haben Kreispräsident Werner Kalinka für seinen Einsatz zum Erhalt der Arbeit gedankt. Bei einem Gedankenaustausch auf Wunsch der Beratungsstellen in der NABU-Beratungsstelle in Plön erläuterten sie zudem Schwerpunkte ihrer Arbeit im laufenden Jahr.

Die Beratungsstellen und der Kreispräsident hatten seit Februar 2005 in Kontakt gestanden. In mehreren Gesprächen war erörtert worden, mit welchen finanziellen Möglichkeiten und Inhalten die Arbeit künftig gestaltet werden könne. Nach Beratungen im Umweltausschuss des Kreises am 15. November 2005 hatte der Kreistag in seiner Sitzung vom 8. Dezember 2005 beschlossen, dass für 2006 nochmals 50.000 Euro Haushaltsmittel neben den Abfallberatungsaufwendungen zur Verfügung stehen. Zudem soll die Arbeit projektbezogen unterstützt werden. Ursprünglich war nach einem Beschluss des Hauptausschusses im Dezember 2003 ein Ende der Förderung Ende 2005 vorgesehen gewesen.

Kalinka: „Abfall- und Umweltberatung bleiben Aufgaben von Bedeutung. Wir haben für 2006 einen guten Kompromiss gefunden, um Beratungen aufrechterhalten und neue Wege erörtern zu können.“


Umfangreiche Arbeitsziele für die
Plöner Kreisverwaltung

Landrat präsentiert Aufgabenkatalog für 2006


Ein umfangreiches Arbeitsprogramm hat sich die Plöner Kreisverwaltung wieder für dieses Jahr vorgenommen. Auf einem Planungsworkshop mit den drei Fachbereichsleitern der Verwaltung und einer Klausurtagung mit den Amtsleitern wurden die Arbeitsziele für die 13 Ämter mit dem Landrat vereinbart, die einerseits Grundlage für Letztentscheidungen der Selbstverwaltungsgremien sind, teilweise aber auch von der Verwaltung unmittelbar umgesetzt werden können. Die Maßnahmen sollen neben den gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben und laufenden Geschäften sowie den vom Kreistag beschlossenen Aufträgen in 2006 geleistet werden.

Landrat Dr. Volkram Gebel stellte der Presse in Plön eine Auswahl der Aufgaben 2006 vor, die im Ergebnis, mittel- und langfristig dem Allgemeinwohl zugute kommen werden.
Wie bereits in den Vorjahren, wolle man verstärkt Personalkosten sparen. Hintergrund sei ein Kreistagsbeschluss aus 2003, wonach bis zu diesem Jahr die Verwaltung ihre Personalkosten um 10 Prozent reduzieren soll. Bislang habe man auf sozialverträgliche Weise, d.h. ohne Kündigungen, so zum Beispiel mit Nichtwiederbesetzungen von Stellen oder Nichtverlängerung von Zeitverträgen, gut 5 Prozent erreicht. Die Zielmarge 10 Prozent wäre nur dann zu erreichen gewesen, wenn man Personal auf festen Planstellen gekündigt hätte. Dies sei jedoch nicht Absicht von Verwaltung und Politik zumal eine ordnungsgemäße Aufgabenerledigung im Vordergrund stehen muss. Besonders hervorzuheben sei hierbei, dass diese Einsparungen erzielt wurden, ohne dass gleichzeitig ein nennenswerter Aufgabenabbau zu verzeichnen war. Das neue Konzept soll nun zeigen, in welchem Zeitrahmen man über welche Maßnahmen die 10prozentige Einsparung in den nächsten Jahren erreichen kann. „Klar ist, dass die 10 Prozent in diesem Jahr nicht erreicht werden. Es muss der Zeitrahmen des Sparbeschlusses verlängert oder die 10 Prozent-Vorgabe des Kreistages reduziert werden\", so der Landrat.
Das Amt für Wirtschaft und Finanzen plane auch als einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung den Verkauf kreiseigener Grundstücke.

Im Bereich der Ordnungsverwaltung solle im ersten Quartal der öffentlich-rechtliche Vertrag über eine gemeinsame Kreisrettungsleitstelle der drei Kommunen Kiel, Rendsburg und Neumünster abgeschlossen werden, die ab 2007 ihren Betrieb aufnehmen soll. Der Vorteil: Diese neu geschaffene Leitstelle sei noch leistungsfähiger, besonders bei Großschadensereignissen, nicht zuletzt durch die Bündelung der Aufgaben von THW, Feuerwehr und Polizei. Zudem spare man durch einen effizienten Personaleinsatz mit einer generell größeren Kapazität, der über den Normalbetrieb hinaus geht, Kosten.

Geplant sei auch eine groß angelegte Katastrophenschutz-Übung mit konkreten Einzeleinsätzen am Ort des Geschehens unter realistischen Bedingungen (z.B. Einrichtung eines Bürgertelefons), an der sich ein Team der Kreisverwaltung, Feuerwehr, THW und der Rettungsdienst beteiligen werden.
Außerdem möchte der Kreiswehrführer im Herbst einen Erweiterungsbau der Kreisfeuerwehrzentrale, damit der Raumbedarf gedeckt wird.

Der Kreis werde im 1. Quartal dem Innenminister konkrete Vorschläge zur Verwaltungsstrukturreform präsentieren. Gemeindeverwaltungen sollen ab einer bestimmten Größenordnung zusammengelegt werden, um leistungsfähiger zu werden und Kosten zu sparen. Auch wenn leistungsfähige Gemeindeverwaltungen dadurch ihre Eigenständigkeit einbüßten, müsse man bedenken, dass man durch die Zusammenlegung von zwei Verwaltungen ca. vier Stellen und damit rund 200.000 Euro spart.

Zum Arbeitsprogramm der Abfallwirtschaft zähle der Abschluss des Nachsorgevertrages zur ZMD-Rastorf. Seit 1. Juni letzten Jahres gehen die Abfälle aus dem Kreis Plön nach Neumünster in die dortige MBA und nach Kiel in die Müllverbrennung. Auf die Zentralmülldeponie (ZMD) in Rastorf werden keine Abfälle mehr geliefert. Doch die Anlage muss auch in den nächsten Jahren noch rekultiviert und Nachsorge betrieben werden. Diese teilweise umfangreichen Leistungen sollen per Vertrag zwischen dem Kreis und der ZMD-Rastorf GmbH geregelt werden.
Zum 1. Juli dieses Jahres soll es auch eine neue Leitung des Kreismuseums geben. Der derzeitige Leiter geht in den Ruhestand. Die Beratungen erfolgten derzeit im Ausschuss für Schule und Kultur.
Außerdem habe das Kreisarchiv am 6. April sein 25 jähriges Jubiläum. Eine entsprechende Jubiläumsveranstaltung sei geplant, um nicht zuletzt auch der Öffentlichkeit zu zeigen, was dieses Archiv so alles in sich berge und welche Möglichkeiten der Nutzung zur Verfügung stehen.
Das Schulamt wird einen Berufsschulentwicklungsplan erarbeiten, der die Kooperation der Berufsschulen im Kreis mit der Stadt Kiel bzgl. der Einrichtung von Bezirksfachklassen, vorsieht. Dies vor dem Hintergrund des sich verändernden Ausbildungsplatzangebots in der Region. Die Planung soll langfristig helfen, dass Fachklassen auch im ländlichen Kreis erhalten bleiben. Zum Jahresende solle zudem entschieden werden, ob die Berufsschule in ein Regionales Berufsbildungszentrum umgewandelt wird.


Das Leistungsangebot der Klinik Preetz solle auch in 2006 weiter ausgebaut werden. Geplant sei ein Ärztehaus mit unterschiedlichen Fachärzten, die auch auf Diagnosemöglichkeiten der Klinik zurückgreifen können. Das stärke das Krankenhaus. Außerdem solle die seit dem Jahre 2000 bestehende Zusammenarbeit mit der Psychatriumgruppe weiter ausgebaut werden. „Bis Mitte des Jahres soll eine Entscheidung über die zukünftige gemeinsame Versorgung von Patienten mit gerontopsychiatrischen Beeinträchtigungen gefällt werden. Im Interesse der Patienten aus dem Kreisgebiet sollen Patienten wohnortnah und kompetent von Ärzten und Mitarbeitern des Fachbereiches Psychiatrie und der Klinik Preetz im Standort Preetz versorgt werden\", so der Landrat abschließend




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