Köthem bleibt Kreisstadt Koethen

Kreisstadt Köthen – tolles Ergebnis für jeden in Köthen
Am 10. November stand im Landtag von Sachsen-Anhalt die Entscheidung zu den künftigen Kreissitzen auf der Tagesordnung. Im Gesetzentwurf der Landesregierung war Köthen als Kreisstadt für den neuen Landkreis bestehend aus den Kreisen Bitterfeld und Köthen gesetzt. Dem entgegen stand ein Änderungsantrag von 14 Landtagsabgeordneten, die Bitterfeld als den zukünftigen Kreissitz sehen wollten.

Die Abstimmung nach der Diskussion hätte spannender nicht ausfallen können. Zuerst ging es um die Stimmen für Bitterfeld, dann um die für Köthen. Ein Unterschied in der Anzahl war auf den ersten Blick nicht auszumachen, schildert Landrat Ulf Schindler die Situation. Dann die Auszählung: 39 Stimmen für Bitterfeld, 42 Stimmen für Köthen. Damit war klar, Köthen wird ab 1. Juli 2007 die neue Kreisstadt. In dem Moment sei ihm ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen, meint Landrat Schindler. Oberbürgermeister Kurt-Jürgen Zander, ebenfalls vorort in Magdeburg, ging es ähnlich. Die Freude war über alle Maßen groß. Dieses, für Köthen so entscheidende, schöne Ergebnis nach den vielen Wochen und Monaten des Einsatzes dafür, wirklich realisieren zu können, habe bei ihm lange gedauert fasst Landrat Ulf Schindler seine Emotionen zusammen. Es sei ein tolles Ergebnis für jeden in Köthen.

Viele haben an diesem Ergebnis ihren Anteil. Die SPD-Landtagfraktion zeigte bei der Abstimmung eine fast geschlossene Haltung und votierte für Köthen. Das unterstützte die Entscheidung für unsere Stadt wesentlich. Dank gilt ganz besonders unseren Landtagsabgeordneten Erich Reichert, Petra Weiher, Renate Schmidt, Ronald Doege, Werner Sobetzko und Peter Kehl, die sich für Köthen stark machten. Ebenso ist den vielen Institutionen, Vereinen, Organisationen und Einzelpersonen zu danken, die sich im Vorfeld auf die unterschiedlichste Weise für Köthen als Kreissitz einsetzten. Die Freude über das Votum für Köthen sei überall spürbar gewesen, stellte Landrat Schindler fest. Glückwünsche hätten er und Oberbürgermeister Zander noch in Magdeburg erhalten. Aber auch in Köthen auf der Straße, zum Karnevalsbeginn, beim Handballspiel und anderswo seien ihm spontane schöne Reaktionen entgegengebracht worden. Glückwünsche kamen auch von Personen über die Kreisgrenze hinaus.

Obwohl im Moment vielleicht die Emotionen überwiegen, ist Landrat Schindler davon überzeugt, dass mit den Bitterfeldern eine sachliche Basis für eine gute Zusammenarbeit gefunden wird, um die Entscheidung des Landtages umzusetzen. Die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis Bitterfeld wird sich fortsetzen. Dafür steht auch eine Kreisstadt Köthen.



Köthem bleibt Kreisstadt