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Schleswig-Holstein-Haus präsentiert zum Deutsch-Polnischen Jahr:Einhundert Werke von Stettiner Künstlern der Moderne
Heute (09.02.2006) eröffnete Kulturdezernent Hermann Junghans im Schleswig-Holstein-Haus die Ausstellung „Räume und Visionen. Moderne Stettiner Kunst“. Noch bis zum 26. März werden mehr als 100 Werke von acht der bekanntesten bildenden Künstler aus Stettin und der Wojewodschaft Westpommern täglich von 10 bis 18 Uhr gezeigt.
Die ausgestellten Werke sind in den vergangenen zwei Jahren entstanden. Die Besucher erhalten so einen Einblick in das aktuelle Schaffen der Künstler, die Malerei, Plastik, Objekte und Grafik ausstellen. Die Exposition reiht sich ein in die Aktivitäten des Deutsch-Polnischen Jahres. Organisiert wurde die Schweriner Schau durch das Schloss der Pommerschen Herzöge Stettin. Besondere Verdienste erwarb sich dabei der Direktor, Professor Dr. Eugeniusz Kus, der betont, dass die Arbeiten nach dem Kriterium der Repräsentanz ausgewählt sind und die Besucher auf eine große Vielfalt der Stilrichtungen, Konventionen und Ausdrucksmittel treffen werden. Unterstützung erfuhr das Schloss der Pommerschen Herzöge durch die Wojewodschaft Westpommern, die Staatskanzlei und das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern. „Für unsere Stadt ist es eine große Ehre, diese interessante Schau moderner Kunst zeigen zu können“, sagte Dezernent Junghans bei der Vernissage, an der auch der Direktor des Departements für Kultur, Bildung und Sport im Marschallamt Westpommern, Krzysztof Wika, und Konrad Szulc, Vize-Direktor des Schlosses der Pommerschen Herzöge Stettin, teilnahmen.
Zu den polnischen Künstlern, die sich erstmalig dem Schweriner Publikum präsentieren, zählt Wojciech Zieliñski, der beispielsweise mit Lasertechniken arbeitet, die den flämischen Meistern und ihren leuchtenden emaillierten Flächen nah sind. Sein Kollege Przemys³aw Cerbie¿-Tarabicki bevorzugt emotionelle Werte, welche nicht ohne symbolische Bedeutung sind. Die Arbeiten von Erazm Kalwaryjski ähneln Erzählungen, sind symbolisch, beziehen sich auf die gesellschaftliche und existentielle Fragen. Danuta D¹browska-Wojciechowska präsentiert Arbeiten aus der Strömung des lyrischen Realismus. Es sind Fotos der städtischen Ikonosphäre mit Einbeziehung der Objekte aus der unmittelbaren Umgebung der Künstlerin. Ryszard Tokarczyk entwirft einen offenen Raum, der die unendliche Zahl der möglichen Zustände an Orten, wo seine Objekte passieren, bewusst macht.
Andrzej Maciejewski, der bei der heutigen Eröffnung selbst anwesend war, arbeitet mit traditionellen Grafiktechniken, die später fotografisch und am PC bearbeitet werden. Stanis³aw Bi¿ek und Wies³aw Adamski sind Bildhauer im traditionellen Sinne, verfügen über die gediegene Werkstatt, beteiligen sich aktiv an der Ökoströmung und antworten mit ihren Skulpturen auf Fragen nach der Art und Weise der Gestaltung unserer gegenwärtigen Welt.
Die Künstler, zusammengeschlossen im Verband der polnischen bildenden Künstler, veranstalten seit Jahren Kunstausstellungen, Pleinairs und Workshops. Sie alle haben die Hochschulen für Bildende Kunst in Danzig, Krakau, Lodz, Posen und Stettin absolviert. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt.
Der Eintritt kostet 3 Euro und ermäßigt 2 Euro. Schüler erhalten die Karte für 0,50 Euro.
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