Ausstellungen Lahn-Dill-Kreis
Wanderausstellung „Wasser auf die Mühlen“- Mühlen im Lahn-Dill-Kreis
Wetzlar/Dillenburg, 2006-02-06
Die offizielle Eröffnung der Wanderausstellung „Wasser auf die Mühlen\" – Mühlen im Lahn Dill Kreis fand am 3. Februar 2006, 17:00 Uhr, in den Räumen der Sparkasse Wetzlar statt. Dazu eingeladen hatten die Sparkasse Wetzlar und der Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises.
Wolfgang Hofmann, Erster Kreisbeigeordneter: „Die Wanderausstellung, initiiert von der Denkmalpflege es Lahn-Dill-Kreises mit Unterstützung der Sparkasse Wetzlar, der Sparkasse Dillenburg sowie E.ON Mitte, zeigt einen repräsentativen Querschnitt der bisher erzielten Ergebnisse eines gemeinsamen Projektes des Lahn-Dill-Kreises und des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen. Dieses Projekt hat die Dokumentation der Mühlenstandorte zum Ziel.“
„Die Mühlen des Lahn-Dill-Kreises waren geprägt von der Region und ihrem Standort. Das Dillenburger Land beispielsweise besaß viele kleine Mühlen, Herborn größer angelegte Stadtmühlen. Jeder Mühlenstandort hatte seine Eigenheiten und jede Mühle ihre eigene Charakteristik und Funktion“ erläutert Dr. Wolfgang Fritzsche vom Kultur-Büro AHB, das die Ausstellung erarbeitet und gestaltet hat (AHB = Archivrecherchen, Hausforschung, Baudokumentation).
Nicht nur das Mahlen von Getreide war Aufgabe der Mühlen, vielmehr greift die Studie alle Gewerbebetriebe und frühindustriellen Anlagen auf, die Wasser als Antrieb nutzten. Neben den klassischen Mahlmühlen waren dies im Lahn-Dill-Kreis vor allem Schneid-, Öl-, Walk-, Farb- oder Pulvermühlen, vereinzelt auch Pochen oder Eisenhämmer. Die bisher erarbeitete Dokumentation zeigt die Mühlen des Lahn-Dill-Kreises in ihrer Vielfältigkeit, jedoch nicht unter einem „romantischen\" Aspekt. Vielmehr stehen die Mühlen als „elementarer Bestandteil früheren Lebens\" mit ihren Gemeinsamkeiten, Besonderheiten und Unterschieden im Mittelpunkt. Die Dokumentation selbst greift auf verschiedene Methoden zurück. Neben der für alle Mühlen zugrunde liegenden Archivforschung werden die Mühlen je nach Vorgabe zusätzlich in Fotografien, in Filmen und Zeichnungen festgehalten oder auch fachgerecht aufgemessen und in Grundrissen, Aufmaßen und Schnitten gezeichnet.
Die Mühlen des Lahn-Dill-Kreises spiegeln auf ihre Art einen Teil der Geschichte der Region wieder. Teilweise war diese schon vergessen oder in den Hintergrund gerückt. Durch die Ausstellung, die fast zwei Jahre durch das Kreisgebiet wandern wird, wird sie wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung gerufen. Auch die Einbindung von Schulen und Heimat- und Geschichtsvereinen in die Dokumentation erhöhen die innere Verbindung der Bewohner mit ihrer Region und Geschichte. Ein Beispiel: Die Mühlen von Eschenburg wurden von den dortigen Schülern gezeichnet. „Auch das“, betont Wolfgang Hofmann, „wird die Wanderausstellung unterstützen und fördern“.
Bisher wurden mehr als 40 Mühlenstandorte der Gemeinden Herborn-Seelbach, Guntersdorf, Eibach, Breitscheid, Herborn, Eschenburg, Aßlar-Werdorf und das Siebenmühlental in der Studie bearbeitet. Jeder Gemeinde ist in der Ausstellung eine eigene Tafel gewidmet.
Die Ausstellung wurde vom Vorstand der Sparkasse Wetzlar, Herrn Direktor Norbert Spory und dem ersten Kreisbeigeordneten des Lahn-Dill-Kreises Wolfgang Hofmann eröffnet. „Die Sparkasse Wetzlar hat als Sponsor gerne den „Start“ der Wanderausstellung übernommen“, freut sich Norbert Spory. Dr. Wolfgang Fritzsche vom Kultur-Büro AHB sprach die einführenden Worte.
Die Ausstellung ist für alle am Thema Interessierten offen. Ob es für die Besucherinnen und Besucher ein Wieder erkennen oder Neu Kennen lernen sein wird – die Ausstellung der Mühlen des Lahn-Dill-Kreises bietet sowohl eine Übersicht als auch neue Sichtweisen über die eigene Region und Geschichte.
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